Zum vierten Advent passen gut die beiden Gedichte „Lied im Advent“ des Lyrikers Matthias Claudius, das uns auf die nahe Weihnacht vorbereiten soll und „Weihnachten“ von Joachim Ringelnatz, das die Feiertagsatmosphäre beschreibt.
Lied im Advent - Matthias Claudius (1740 – 1815)
Immer
ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei
und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und
so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!
Weihnachten - Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)
Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.
Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.
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