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In diesem Weblog berichte ich über meine verschiedenen Leseprojekte, insbesondere über die Entstehungsgeschichte meiner Bearbeitung von Mark Twains „Tagebüchern von Adam und Eva“.

Außerdem gibt es Einiges über meine früheren Tätigkeiten am Theater und meine Hörbuch-Aufnahmen zu erfahren.

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Mittwoch, 16. Dezember 2020

Adventskalender - 16.12.2020 – Klos es am komme – Et Kloosleed

 

Nachdem ich am letzten Wochenende nach einem Weihnachtsgedicht aus meiner Jugend gesucht habe, das ich dann auch mit der Hilfe einiger Teilnehmer der Facebook-Gruppe „Du bist Mönchengladbacher, wenn…“ gefunden habe, die mir auch gleich noch weitere Gedichte aus meiner Heimat geschickt haben, gibt es heute etwas ganz besonderes.
Für viele mag es etwas seltsam klingen, denn ich habe zwei Nikolausgedichte im Gladbacher Platt aufgenommen – jedenfalls so gut ich es selber kann.

Das erste, „Klos es am komme“ (Nikolaus kommt), beschreibt die Vorbereitungen des heiligen Nikolaus vor seiner Reise auf die Erde und die Vorbereitungen der Kinder am Nikolausabend.

Das zweite, „Et Kloosleed“ (Das Nikolauslied), was ich ursprünglich gesucht hatte, erzählt von der Ankunft des Knecht Ruprecht am Abend, wo die Mutter noch den Tisch deckt und die Kinder schon schlafen und träumen.

 
Klos es am komme

Hüt morje, do han ech jett Feines jesenn,
Do woer dr Hemmel so ruet -
Do backed dr Klos sin Weggemänn
On mengde sin Weihnachtsbruet.

Hä hott sech de Maue opjekremp
On jlödde vör Iefer on Fließ,
On ronk eröm stonge Küves un Kömp
Mött Wegemänn – hööpewies.

Ech han och da ahle Schümmel gesenn,
Dä wadde all an de Heck,
Do honk och dä jruete Sack am Penn,
Dä Sack on dä decke Steck.

Nu wett err Bescheed, on nu mar jebett,
On dr Klopm op et Fenßerbrett,
On dat er mech jo dat Heu net verjett,
On nu – allemasch en et Bett.

 

Nikolaus kommt

Heut´ morgen, da hab ich ´was Feines geseh´n,
Da war der Himmel so rot -
Da backte der Nikolaus seine Weckmänner,
Und knetete sein Weihnachtsbrot.

Er hatte sich die Ärmel hochgekrempelt
Und glühte vor Eifer und Fleiß,
Und rund herum standen Eimer und Schüsseln
Mit Weckmännern – haufenweise.

Ich hab´ auch den alten Schimmel geseh´n,
Der wartete schon an der Hecke,
Da hing auch der große Sack am Nagel,
Der Sack und der dicke Stock.

Nun wisst ihr Bescheid, und nun noch gebetet,
Und den Schuh aufs Fensterbrett,
Und dass ihr mir nur das Heu nicht vergesst,
Und jetzt – aber schnell ins Bett.

 

Et Kloosleed

Wengkter, wiä`er hat Klompe aan?
Kälde, Vrüüs on Vlocke
komme met däm hellije Mann
höösch eraan jetrocke.
Hoppla Päädsche, hoppla hop!
Zingter Kloos set oove drop.

Ruprecht schlick öm et Huus eröm,
riiv sech Häng on Venger.
Lu`ert ens du`er dat Schlüetelslook,
of ooch braav de Kenger.
Se send braav, all lang no`m Bädd,
Ruprecht niks te bromme häd.

Modder mäk dä Dösch parat,
nömp dat wette Laake:
He`j `ne Teller, do en Komp,
vör di leckere Saake,
Müüskes-schtel, op Schlupp on Sock,
ticketacke säät die Klock.

Oave en däm kleene Room,
en däm Söllerschtüffke,
lieje all em sööte Droom,
Pitterke on Zöffke,
Se drööme van dem hellije Mann,
dä jet Schönes brenge kann.

 

 

Das Nikolauslied


Winter, wer hat Holzschuhe an?
Kälte, Frost und Flocken
kommen mit dem heiligen Mann
leise herangezogen.
Hoppla, Pferdchen, hoppla hopp!
Sankt Nikolaus sitzt oben drauf.

Ruprecht schleicht ums Haus herum,
reibt sich Hände und Finger,
Schaut einmal durchs Schlüsselloch,
ob die Kinder auch brav sind.
Sie sind brav, schon lange im Bett,
Ruprecht hat nichts zu meckern.

Mutter macht den Tisch bereit,
nimmt das weiße Tischtuch:
hier ein Teller, da eine Schüssel,
für die leckeren Sachen,
Mäuschenstill, auf Pantoffeln und Socken,
ticketacke sagt die Uhr.

Oben in dem kleinen Raum,
in dem Dachstübchen,
liegen schon im süßen Traum,
Peterchen und Sophiechen,
Sie träumen von dem heiligen Mann,
der etwas Schönes bringen kann.

 

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