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In diesem Weblog berichte ich über meine verschiedenen Leseprojekte, insbesondere über die Entstehungsgeschichte meiner Bearbeitung von Mark Twains „Tagebüchern von Adam und Eva“.

Außerdem gibt es Einiges über meine früheren Tätigkeiten am Theater und meine Hörbuch-Aufnahmen zu erfahren.

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Sonntag, 13. Dezember 2020

Adventskalender - 13.12.2020 – Rilke – Advent – von Eichendorff – Weihnachten

 

Zu meinem Geburtstag, der in diesem Jahr auf den dritten Advent fällt, habe ich zwei Gedichte ausgesucht, die mir beide ganz besonders gefallen.
Zuerst das wunderschöne bekannte Adventsgedicht von Rainer Maria Rilke, das 1897 entstanden ist.
Als zweites „Weihnachten“ von Joseph von Eichendorff, das ich schon seit meiner Jugend kenne und liebe, weil es auch ein Lieblingsgedicht meiner Mutter ist.

 

Advent - Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Es treibt der Wind im Winterwalde

Die Flockenherde wie ein Hirt,

Und manche Tanne ahnt, wie balde

Sie fromm und lichterheilig wird,

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin - bereit

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

Der einen Nacht der Herrlichkeit.

 

 

Weihnachten - Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

 

 

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