Heute gibt es ein heiteres vorösterliches Gedicht des Schriftstellers Ludwig Thoma.
März - Ludwig Thoma (1867 – 1921)
Ah! Wie die
buttergelbe Sonne
Uns wärmend
durch die Poren dringt!
Wie neu
erwachte Frühlingswonne
Uns das
vergrämte Herz beschwingt!
Dem wintermüden
Menschentume
Erheitert ihr
die Phantasie,
Schneeglöckchen,
Veilchen, Schlüsselblume
Und was auf
Wiesen sonst gedieh!
Im Mistbeet
herrscht ein reges Leben;
Das drängt sich
an das helle Licht
Und will uns
bald Gemüse geben,
Will Zutat sein
zum Leibgericht.
Und wie sich
froh den Hühnersteißen
Entringt das
liebe Osterei!
So mag sich die
Natur befleißen,
Dass sie nebst
schön auch schmackhaft sei.
Ludwig Thoma (1867 – 1921)

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