Das erste Sonntagsgedicht in diesem Jahr passt meiner Meinung nach hervorragend zu unserer derzeitigen Situation. Es beschreibt das aktuelle Wetter (jedenfalls hier in Wuppertal) – bedeckter Himmel und Schnee – und es will uns Mut machen, (trotz Corona) nach draußen an die frische Winterluft zu gehen und die erlaubten und möglichen Freiheiten zu genießen.
Januar - RobertReinick (1805 – 1852)
Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!
Doch meint er’s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker, schämet euch.
Kommt nur heraus, tut es uns gleich.
Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an!
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