An den nächsten drei Tagen sind hier Wintergedichte zu finden. Den Anfang macht Gustav Falke, der in seinem Gedicht die Atmosphäre einer Winternacht mit einem rot aufsteigenden Mond und einer vorbeifliegenden Krähe über einem schneebedeckten Feld schildert.
Winter - Gustav Falke (1853 – 1916)
Ein weißes Feld, ein stilles
Feld.
Aus veilchenblauer Wolkenwand
hob hinten, fern am Horizont,
sich sacht des Mondes roter Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
bald eine runde Scheibe da,
In düstrer Glut. Und durch das Feld
klang einer Krähe heisres Krah.
Gespenstisch durch die Winternacht
der große dunkle Vogel glitt,
und unten huschte durch den Schnee
sein schwarzer Schatten lautlos mit.
Aus veilchenblauer Wolkenwand
hob hinten, fern am Horizont,
sich sacht des Mondes roter Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
bald eine runde Scheibe da,
In düstrer Glut. Und durch das Feld
klang einer Krähe heisres Krah.
Gespenstisch durch die Winternacht
der große dunkle Vogel glitt,
und unten huschte durch den Schnee
sein schwarzer Schatten lautlos mit.
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