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In diesem Weblog berichte ich über meine verschiedenen Leseprojekte, insbesondere über die Entstehungsgeschichte meiner Bearbeitung von Mark Twains „Tagebüchern von Adam und Eva“.

Außerdem gibt es Einiges über meine früheren Tätigkeiten am Theater und meine Hörbuch-Aufnahmen zu erfahren.

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Montag, 10. September 2018

Adam und Eva - erste Lesungen

Die beiden ersten Lesungen der "Tagebücher von Adam und Eva" waren gut besucht und sind auch gut angekommen.
Bei beiden Terminen war ich nach der Wuppertaler Autorin Tanja Heinze an der Reihe. Durch eine gemeinsame Bekannte stellte sich heraus, dass sie eine ehemalige Schülerin der Wuppertaler St.-Anna-Schule ist, an der ich seit 26 Jahren unterrichte.
Da ihr meine Texte gefielen, beschlossen wir, irgendwann eine gemeinsame Lesung mit verteilten Rollen durchzuführen.

Mittwoch, 5. September 2018

Adam und Eva (7)

Endspurt vor der ersten Lesung.
In den letzten Tagen habe ich noch weitere Absätze der Tagebücher übersetzt.
Jetzt geht es noch an kleinere Umformulierungen und Korrekturen sowie an die konkrete Auswahl der zu lesenden Texte für die beiden Lesungen. Am Samstag habe ich eine knappe Viertelstunde Lesezeit, am Sonntag eine gute halbe Stunde. Ich möchte unterschiedliche Stellen aus dem Text lesen, damit die Zuhörer, die beide Veranstaltungen besuchen, nicht zweimal das Gleiche hören.
Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, wie es beim Publikum ankommt.

Samstag, 1. September 2018

Die Tagebücher von Adam und Eva - erste Lesung

Nach langer Arbeit ist es endlich soweit. Am kommenden Wochenende lese ich bei zwei Veranstaltungen Ausschnitte aus meiner Neubearbeitung von Mark Twains "Tagebücher von Adam und Eva". Twain hatte zwei einzelne Tagebücher verfasst, die ich nun neu übersetzt und zu einem Werk zusammengefasst habe. Die Bearbeitung ist zwar noch nicht ganz fertig, aber da ich bei den beiden Lesungen nur jeweils eine Viertelstunde bzw. eine halbe Stunde vortrage, reicht der fertige Text vollkommen aus. Anfang des nächsten Jahres werde ich dann eine größere Lesung durchführen. Informationen dazu werden folgen.

 

Montag, 9. Juli 2018

Ringelnatz und Morgenstern im Literaturcafé 50+

Morgen ist es schon wieder soweit!
Ich werde am morgigen Dienstag, dem 10.7.2018, beim Literaturcafé 50+ in der Begegnungsstätte des SHW in Wuppertal-Ronsdorf, Erbschlöer Str. 9, wiederum gemeinsam mit Dorothea Glauner Gedichte von Joachim Ringelnatz und Christian Morgenstern vortragen.
Bei diesen beiden Autoren war es besonders schwer, aus dem riesigen Werk eine Auswahl von Gedichten zu treffen, die die eine Stunde des Literaturcafes füllen sollen. In der Vorbereitungsphase habe ich auch das Programm mehrmals umgestellt, gekürzt und ergänzt.
Dorothea Glauner wird die Ringelnatz-Texte lesen und ich werde die Morgenstern-Gedichte rezitieren.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Joachim Ringelnatz - Die Ameisen

 
In Hamburg lebten zwei Ameisen,
Die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
Da taten ihnen die Beine weh,
Und da verzichteten sie weise
Dann auf den letzten Teil der Reise.

So will man oft und kann doch nicht
Und leistet dann recht gern Verzicht.


Christian Morgenstern - Der Seufzer


Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nächtlichem Eis
und träumte von Liebe und Freude.
Es war an dem Stadtwall, und schneeweiß
glänzten die Stadtwallgebäude.

Der Seufzer dacht' an ein Maidelein
und blieb erglühend stehen.
Da schmolz die Eisbahn unter ihm --
und er sank -- und ward nimmer gesehen.
 

 

Samstag, 5. Mai 2018

Tucholsky-Lesung im Literaturcafé 50+

Bei mir hat sich wieder die Gelegenheit für eine Lesung ergeben, da die eigentlich Vortragende relativ kurzfristig absagen musste.
Daher werde ich am kommenden Dienstag, dem 8.5.2018, beim Literaturcafé 50+ in der Begegnungsstätte des SHW in Wuppertal-Ronsdorf, Erbschlöer Str. 9, gemeinsam mit Dorothea Glauner, die das Literaturcafé an jedem zweiten Dienstag des Monats leitet, Gedichte und Texte von Kurt Tucholsky vortragen.
Mein Programm, das ich ja schon mehrmals vorgestellt habe, habe ich dazu wieder ein wenig variiert, so dass es jetzt im Wechsel von Lyrik und Prosa heitere und besinnliche, manchmal auch satirische und zum Nachdenken anregende Texte beinhaltet.
Das Motto "Und dazu ziehn Sie'n Smoking an...?" stammt aus Tucholskys Gedicht "Frage" aus dem Jahre 1930, das ich Ihnen unten vorstelle.


                  Frage

            Es laufen vor Premieren
Gerüchte durch die Stadt:
Nun kommt, was man in Sphären
noch nicht gesehen hat.
Doch hat der Rummel sich gelegt
– so aufgeregt, so aufgeregt –
dann frag ich still, so leis ich kann:
»Und dazu ziehn Sie 'n Smoking an –?«

            Es steigen große Bälle,
und die Plakate schrein.
Man muß auf alle Fälle
da reingetreten sein.
Der Sekt ist warm, die Garderobe kalt.
»Ich glaube, Lo, nun gehn wir bald . . . «
Zu Hause sehn sich alle an:
»Und dazu ziehn wir 'n Smoking an –?«

            Es prangt in den Journalen
das Bildnis einer Frau.
Schön ist sie angemalen,
hellrosa, beige und blau.
Dir glückts . . . ihr Widerstand erschlafft . . .
Na, fabelhaft! Na, fabelhaft?
Grau ist der Morgen . . . welk der Strauß . . .
Und dazu zieh ich 'n Smoking aus –?

            Willst du nach oben schweben,
fällst du auf den Popo.
Und überhaupt das Leben,
es ist gemeinhin so:
Erst viel Geschrei und mächtiger Zimt.
Sieh nur, wie alles Karten nimmt!
Aber mehrstenteils, o Smokingmann:
Zieh ihn gar nicht erst an! Zieh ihn gar nicht erst an –!

Kurt Tucholsky unter dem Pseudonym Theobald Tiger in 
"Die Weltbühne", 18.02.1930, Nr. 8, S. 289

Mittwoch, 18. April 2018

Adam und Eva (6)

"Adams Tagebuch" ist in der Rohübersetzung fertig!
Von "Evas Tagebuch" fehlen noch einige längere Passagen - ihre Einträge sind immer umfangreicher als Adams Notizen. (Was will uns das sagen?)

Nach dieser Rohübersetzung kommt noch die schwierigere Arbeit: Kontrolle und Feinübersetzung. Dabei muss auch die zeitliche Reihenfolge der Tagebucheinträge im Zusammenhang zwischen beiden Tagebüchern noch einmal genau überprüft werden - es gibt da noch einzelne unklare Abschnitte.

Zum Schluss folgt Phase drei: Bearbeitung des Textes als Dialogfassung. Wobei das eigentlich nicht ganz der richtige Ausdruck ist - es sind ja keine wirklichen Dialoge, sondern abwechselnde Notizen und Gedanken. Ich möchte allerdings gerne an einzelnen Stellen auch den Dialogcharakter betonen und nicht nur abwechselnd einzelne Abschnitte lesen lassen - eventuell wird da noch manches umgearbeitet und das Ganze wird zu einem völlig neuen eigenständigen Werk.
Es besteht auch ein gewisses Ungleichgewicht zwischen den Texten von Adam und von Eva. Die ersten zwei Monate im Garten Eden lassen sich recht gut rekonstruieren und von den Texten her kombinieren, aber nach dem Sündenfall ist es nur Adam, der die gesamte Entwicklung der ersten anderthalb Jahre von Kain und Abel kommentiert. Dann folgt ein Sprung über zehn Jahre bei Adam und sogar über vierzig Jahre zu Evas letztem Eintrag.

Ich bin selber sehr gespannt, was am Ende dabei herauskommt.

Jedenfalls sind schon zwei Termine für Lesungen mehr oder weniger fest geplant:
1. der schon erwähnte 8.9.2018 um 12:45 im Glücksbuchladen (siehe vorigen Post!)
2. eine Sonntagsmatinee im Naturfreundehaus in Ronsdorf Anfang 2019

Donnerstag, 12. April 2018

neue Termine: Tucholsky und Twain

In der letzten Woche haben sich spontan zwei weitere Lesetermine für mich ergeben:

1. am 8.5.2018 um 15 Uhr
Literaturcafé 50+ in den Räumen des Sozialen Hilfswerks in der Erbschlöer Straße 9 in Wuppertal-Ronsdorf
Dort werde ich eine leicht gekürzte Lesung meines Tucholsky-Programms durchführen.

2. am 8.9.2018 um 12:45 Uhr
im Rahmen des Lesemarathon bei Wuppertal 24 Stunden live im Glücksbuchladen in Wuppertal-Elberfeld, Friedrichstraße 52 (an der Rathaus-Galerie)
Bei dieser Veranstaltung lesen Wuppertaler Autoren im 15-Minuten-Abstand von 11 bis 15 Uhr aus ihren Werken und ich darf mich als "Übersetzer" auch dort einreihen.
Hier werde ich zum ersten Mal Auszüge aus meiner Neuübersetzung und Bearbeitung von Mark Twains Tagebüchern von Adam und Eva vortragen.
Das heißt aber auch, dass ich jetzt ein Ziel habe, zu dem ich die "Tagebücher" möglichst fertig haben muss, jedenfalls mindestens so weit, dass sinnvolle Abschnitte daraus rezitiert werden können.
Ich habe auch nach langer Pause gestern schon ein wenig weiter übersetzt.

Montag, 26. März 2018

Tucholsky-Matinee im Naturfreundehaus

Die Tucholsky-Matinee war ein großer Erfolg. Sie war sehr gut besucht und das Publikum war begeistert. Man möchte mich gerne noch einmal dort hören, also muss ich wieder einmal nach einem geeigneten Thema suchen.
Im ersten Teil habe ich mit ausgewählten Zitaten und Texten einen Überblick über Tucholskys Leben und Werk gegeben und dabei auch seine vier Pseudonyme Ignaz Wrobel, Theobald Tiger, Peter Panter und Kaspar Hauser anhand charakteristischer Texte vorgestellt.
Nach einer kurzen Pause folgten Gedichte und meist heitere Prosatexte, die Tucholsky als Theobald Tiger bzw. Peter Panter veröffentlicht hat.



Dies war nach Mark Twains "Eine-Million-Dollar-Note" am 25.9.2016 und einem spontanen Einspringen mit Texten von Ringelnatz, Morgenstern und Tucholsky unter dem Motto "Vorwiegend heiter" am 15.10.2017 bereits meine dritte Lesung im Naturfreundehaus.

 Mein "Adam und Eva"-Projekt ist leider wieder einmal lange liegen geblieben. Im letzten September habe ich noch einige weitere Abschnitte übersetzt, aber seitdem hatte ich zu wenig Zeit, mich mit der nötigen Ruhe damit zu beschäftigen. Eigentlich liegt es mir nach wie vor sehr am Herzen, aber durch Beruf und andere Hobbies wird es oft verdrängt. Mal sehen, wann es damit weiter geht und wann es endlich fertig wird.