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In diesem Weblog berichte ich über meine verschiedenen Leseprojekte, insbesondere über die Entstehungsgeschichte meiner Bearbeitung von Mark Twains „Tagebüchern von Adam und Eva“.

Außerdem gibt es Einiges über meine früheren Tätigkeiten am Theater und meine Hörbuch-Aufnahmen zu erfahren.

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Samstag, 1. Oktober 2016

Rückblick (1) - Am Anfang war das Theater

Wie bin ich zur Literatur gekommen und wie auf die Idee, Lesungen durchzuführen?

Der Grundstein dazu wurde bereits in der Schule gelegt, wo mir das Gedichtelernen und -aufsagen schon Spaß gemacht hat. Die Bürgschaft und der Erlkönig geistern immer noch in meinem Kopf herum.
Auch an einige Bücher und Theaterstücke, die wir im Deutsch- und im Englischunterricht besprochen haben, erinnere ich mich noch, z.B. "Wilhelm Tell", "Mutter Courage", "A Streetcar Named Desire" (Endstation Sehnsucht), "The Catcher in the Rye" (Der Fänger im Roggen) und "1984".
Außerdem war es wahrscheinlich unser Deutschlehrer, der (Anfang der 1970er Jahre) einige meiner Klassenkameraden und mich zu einem Schülerabonnement am Mönchengladbacher Theater überredet hat.
So kam ich - zunächst nur als Konsument - zur Literatur und zum Theater.

Nach meiner zweijährigen Bundeswehrzeit in Idar-Oberstein begann während des Studiums meine aktive Phase am Theater.
Ich weiß nicht mehr genau, welcher meiner Freunde mich eines Tages ins Theater mitnahm, wo für eine Inszenierung der Operette "Ein Walzertraum" von Oscar Straus viele Statisten benötigt wurden. Jedenfalls war es seit diesem ersten Auftritt um mich geschehen. Ich hatte Bühnenluft geschnuppert und es zog mich in den folgenden Jahren immer wieder dorthin.

Die Vereinigten Bühnen Krefeld Mönchengladbach waren (und sind es immer noch) ein Dreispartentheater, so dass ich dort auch von 1978 bis 1991 in den unterschiedlichsten Produktionen (Schauspiel, Oper, Operette und Ballett) mitwirkte und neben der einfachen stummen Statistentätigkeit auch immer wieder kleine Sprecheinsätze hatte und Gesangseinlagen im Extrachor und sogar einzelne Tanzszenen im Ballett machen durfte.

Parallel dazu habe ich Anfang der 1980er Jahre in zwei Amateurtheatergruppen größere Rollen gespielt und Regie geführt.

Im Jahr 1984 haben zwei Schauspieler des Mönchengladbacher Theaters im benachbarten Ort Neersen die "Schlossfestspiele" ins Leben gerufen, ein Freilichttheater, in dem im Sommer (während der normalen Theaterferien) Stücke für Erwachsene und auch Märchen für Kinder aufgeführt werden.
Dort habe ich vom Beginn an bis 1992 als Komparse mitgewirkt und sehr häufig kleine Sprechrollen bekommen.
Das musste ich leider aus beruflichen Gründen aufgeben, da ich in diesem letzten Jahr meine Lehrerstelle in Wuppertal angetreten hatte und mir dadurch zu wenig Zeit für dieses schöne Hobby blieb.

Nach einer vierjährigen Theaterpause ging es dann aber weiter, als ich nach Wuppertal umgezogen war. Hier hatte sich nämlich gerade im Stadtteil Cronenberg eine neue Amateurtheatergruppe gegründet, die noch Mitwirkende suchte.
Da alle Teilnehmer der Gruppe eigentlich keine Ahnung vom Theaterbetrieb hatten, sondern sich aus Spaß an der Sache zusammengeschlossen hatten, wurde ich mit meiner Bühnenerfahrung gerne aufgenommen und habe von 1997 bis 2007 in neun Komödien - oft in Hauptrollen - mitgewirkt.

An der St.-Anna-Schule war ich schon 1995 zur 90-Jahrfeier des Gymnasiums im Sketch "Dinner for One" aufgetreten.
Zwei Jahre später wurde ich von den Deutschkollegen gefragt, ob ich nicht die Leitung der Theater-AG übernehmen wollte. So habe ich dann zwischen 1998 und 2008 sieben Theaterstücke mit Schülern inszeniert und auch fast immer in kleineren oder größeren Rollen mitgespielt.

Dies ist der Überblick über meine Theaterkarriere.
Wie es danach weiterging und wie ich zum Lesen kam, werde ich ein anderes Mal berichten.

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